filibustern

March 29, 2006

Öffentlicher Nahverkehr

Filed under: zeugs — joku @ 10:49 pm

Meine Freundin die Psychologin fährt jeden Tag 60 Km mit dem Zug auffe Schicht. Wobei Schicht hier meint:
Schlecht bezahlte Lohnarbeit in der Ambulanz der Psychiatrischen Klinik von Offenburg, wobei selbige in eingeweihten Psychologenkreisen als Hauptgewinn gehandelt wird. Eigentlich ja schon verrückt genug.
Aber die eigentlich Verrückten sind nicht etwa die Patienten, die jeden Tag in die Ambulanz kommen. Der geneigte Leser wird es schon erahnen: Die Mitreisenden sind diejenigen welche.
Neulich erzählte mir besagte Freundin eine Episode, die mich besonders erfreut hat: Ein Mitreisender stellte sich (wohlgemerkt morgens so gegen 6.30 Uhr) vor die einzelnen Passagiere und sagte Folgendes:

ICH BIN EIN RÜSSELBUNKER!

Haja. Musste wohl mal gesagt sein.
In Offenburg angekommen rief er fröhlich und wohl recht laut: “Alle aussteigen in Hongkong, der kleinen Schwester von Kingkong!”

Na, da lässt sich der Arbeitstag doch gut an, oder?

1 Comment »

  1. Doch aufgepasst, mag einen die Geschichte vom Rüsselbunker irritieren, muss doch an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei um eine völlig ungefährliche Spezies handelt. Gewarnt werden muss aber eindringlich vor den so genannten „Kofferschlägern“. Diese tarnen sich heimtückisch als unauffällige Büroangestellte, um sich plötzlich blitzartig von hinten an Jugendliche heranzuschleichen und ihnen ihren Aktenkoffer auf den Kopf zu hauen. Vermutlich können diese gefährlichen Mitreisenden bei genauerer Betrachtung anhand sinnloser Abschreibtätigkeiten aus alten Büchern erkannt werden.
    Also Augen auf im öffentlichen Nahverkehr!!!

    Comment by die Psychologin — April 5, 2006 @ 11:41 am

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